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Kombinationen oft besser als Monotherapie

Therapie entzündlich-rheumatischer Erkrankungen

Kombinationen oft besser als Monotherapie

Die medikamentöse Therapie erfuhr durch die Einführung von Biologicals, Leflunomid und CoX2-Hemmern eine signifikante Verbesserung

Die medikamentöse Therapie rheumatischer Erkrankungen lässt sich in drei Hauptgruppen aufgliedern:

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR): Sie gehören verschiedenen Stoffgruppen an, wirken jedoch alle analgetisch, antiinflammatorisch und antipyretisch via Hemmung der Prostaglandisynthese. Die selektiven Hemmer der proinflammatiorisch bedeutsamen COX2, Rofecoxib und Celecoxib, zeichnen sich durch ein geringes gastrointestinales Risiko aus. NSAR dienen der symptomatischen Schmerz- und Entzündungsdämpfung und können je nach Bedarf dosiert werden. Patienten mit gastrointestinalen Symptomen benötigen eine protektive Begleittherapie am besten mit Protonenpumpenhemmern. NSAR können oral, parenteral oder topisch appliziert werden.

Glukortikoide: Hier muss man die Art der rheumatischen Erkrankung berücksichtigen und zwischen akuter Behandlung und Dauertherapie unterscheiden. Indikationen zur Kortikosteroidbehandlung sind: Rheumatoide Arthritis, Systemischer Lupus erythematodes, Mischkollagenose, Polymyosistis, Dermatomyositis, Morbus Beheet, Polymyalige... Leflunomid als Monotherapie zu verordnen und eventuell nach drei Monaten auf ein anderes DMARD oder eine Kombination umzustellen. Seit kurzem stehen mit den Antagonisten gegen die proinflammatorischen Zytokine die proinflammatorischen Zytokine TNFa und Interleukin1 hochpotente Medikamente zur Therapie der rheumatoiden Arthritis zur Verfügung. Da keine Langzeitdaten zu Wirksamkeit und Sicherheit dieser neuen Wirkstoffe vorliegen, gelten sie heute und in nächster Zukunft als Präparate, die erst bei Versagen mehrerer DMARDs zum Einsatz kommen sollten. Ihre Verordnung und Erfolgskontrolle wird durch mit diesen Medikamenten vertraute Rheumatologen empfohlen.

Der TNFa-Antikörper Infliximab hat in Studien auch eine hervorragende Wirkung in der Behandlung der bislang gegenüber DMARDs fast therapierefraktären ankylosierenden Spondylitis gezeigt. Eine Zulassung für diese Indikation ist 2003 zu erwarten. Etwa die Hälfte der Spondylarthtritis-Patienten profitiert von Sulfasalazin oder Methotrexat. Für die Psoriasiarthritis gelten ähnliche Behandlungsempfehluzngen wie für die rheumatoide Arthritis. Kollagenosen und Vaskulitiden sprechen gut auf Antimalariamittel und Immunsupressiva an.

 

Autoren: Dr. Sonja Kary / Prof. Dr. Gerd-Rüdiger Burmerster, Universitätsklinikum Humboldt Universität Berlin, Charité, Schumann Str. 20/21, 10117 Berlin


Datum: 24.09.2002


 
 
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