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Erforschung von Nutzen und Risiken

Erforschung von Nutzen und Risiken

Der mit 5000 Euro dotierte Forschungspreis der Lupus Erythematodes Selbsthilfegemeinschaft e.V. geht in diesem Jahr an den Arbeitsbereich Immunvaskulitiden des Kompetenznetzes Rheuma. Hier arbeiten Rheumazentren, die Patienten mit systemischem Lupus erythematodes(SLE) betreuen, seit 2000 eng zusammen. Mit dem Preisgeld wird ein Forschungsprojekt zum Erhalt der Fruchtbarkeit von jungen SLE-Patientinnen unter der Therapie mit zellschädigenden Substanzen unterstützt. Karin Clement, Schirmherrin der Selbsthilfegemeinschaft, wird den Preis im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie vom 18.-21. September 2002 in Berlin überreichen. Prof. Dr. Bernhard Manger von der Medizinischen Klinik III mit Poliklinik der Universität Erlangen wird ihn stellvertretend entgegennehmen.

Jährlich gibt es in Deutschland sechs bis acht neue Fälle auf 100 000 Einwohner. Neun von zehn Kranken sind weiblich, betroffen sind vor allem Frauen im gebärfähigen Alter. Nach den Daten der Universitätsklinik Erlangen liegt die Fünf-Jahres-Überlebensrate heute bei 96,7 Prozent. Der Erfolg ist der Einführung von Kortison und Cyclophosphamid zu verdanken.

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Zu diesem Zweck arbeiten im Kompetenznetz Rheuma alle Zentren zusammen, die größere Zahlen von SLE-Patientinnen behandeln, insbesondere die Zentren in Berlin(Berlin-Bruch und Charité),  Düsseldorf, Erlangen, Freiburg, Hannover und Lübeck/Bad Bramstedt, aber auch viele kleinere Institutionen. „Von entscheidender Bedeutung für Rekrutierung und Betreuung der Patienten ist dabei die enge Zusammenarbeit mit den lokalen Selbsthilfegruppen“, unterstreicht Manger. Nur durch diese Kooperation wird es möglich sein, ausreichend große Patientinnenzahlen zusammenstellen, um die wichtige Frage des Erhalts der Eierstocksfunktion unter einer Therapie mit Cyclophosphamid zu beantworteb. In einer ersten Phase des Forschungsprojektes soll bei allen SLE-Patientinnen, die Cyclophosphamid erhalten, die Funktion der Eierstöcke in den Blick genommen werden. Die Daten werden dann zur Vorbereitung einer randomisierten kontrollierten Studie herangezogen, die im Rahen des Kompetenznetzes Rheuma realisiert werden soll. Der Lupus-Forschungspreis unterstützt diese Forschung.


Datum: 24.09.2002


 
 
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