Liebe Kolleginnen und Kollegen,
in der Literatur finden sich Hinweise, dass bei Patienten mit Hepatitis B (HBV)- und Hepatitis C Virus (HCV)-Infektion gehäuft extrahepatische Manifestationen, wie z.B. Arthritis, Fibromyalgie-Syndrom oder Sjögren-Syndrom, auftreten. Im Rahmen des von dem Kompetenznetz Hepatitis geförderten Forschungsvorhabens „8.3.1 Einfluss der -Interferon Behandlung auf die extrahepatischen Manifestationen der Hepatitis C-Virusinfektion“ möchten wir Sie bitten, uns Informationen über Patienten mit HBV- oder HCV-Infektionen zu geben, die Sie aufgrund extrahepatischer Manifestationen rheumatologisch betreuen. Diese Studie ist ein Schnittstellenprojekt zwischen den Kompetenznetzen Hepatitis und Rheuma.
Das Ziel unserer Befragung ist es:
Informationen über die Behandlung von Patienten mit HBV- und/oder HCV-Infektion zu erhalten, die sich in fachrheumatologischer Betreuung in Deutschland befinden.
Einschlusskriterien für diese Studie sind HBV- und/oder HCV-Infektion und die fachrheumatologische Behandlung durch Sie.
Ablauf der Studie:
Falls Sie in Frage kommende Patienten betreuen und bereit sind, an dieser Studie teilzunehmen, möchten wir Sie bitten, die auf dieser Seite hinterlegten Fragebögen anzuklicken und auszudrucken.
Auf dieser Seite befinden sich 2 Fragebögen, einer für Ärzte und einer für Patienten:
Sind nur Sie zur Teilnahme bereit, füllen Sie bitte den Fragebogen für Ärzte aus und senden ihn an:
Prof. Dr. H. Tillmann
Medizinische Klinik und Poliklinik II
Universität Leipzig
Philipp Rosenthal Str. 27
04103 Leipzig
Ist auch Ihr Patient zur Studienteilnahme bereit, händigen Sie ihm bitte die Studieninformation und Einwilligung aus und senden Sie bitte beide Fragebögen ein. In diesem Fall werden Sie und Ihr Patient in 12 Monaten angeschrieben und um Beantwortung eines erneuten Fragebogens gebeten. Ziel der Folgefragebogens ist es, Therapieerfolge zu erkennen.
Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn Sie sich und Ihre Patienten an dieser Studie beteiligen. Auch würden wir uns sehr über Vorschläge freuen, wie wir Ihnen die Beteiligung an dieser Studie erleichtern können und stehen Ihnen, wenn Sie weitere Informationen zu extrahepatischen Manifestationen von HBV- und/oder HCV-Infektionen benötigen, gerne zu Ihrer Verfügung. Leider können wir Ihnen aufgrund unserer begrenzten Förderung keine Aufwandsentschädigung zukommen lassen.
Sie erreichen uns unter:
Huelsemann.Jan@mh-hannover.de
hans.tillmann@medizin.uni-leipzig.de
Michael.Jendro@uniklinik-saarland.de
Im Anhang haben wir Ihnen zwei nützliche Algorithmen zur Diagnostik und Therapie der HCV-assoziierten Arthritis zusammengestellt, die kürzlich von Rosner et al. in den Seminars in Arthritis and Rheumatism publiziert wurden (Rosner et al, Semin Arthritis Rheum 33: 375-387, 2004).
Mit freundlichen Grüssen
Prof. Dr. Zeidler, Prof. Dr. Manns, Prof. Dr. Tillmann, Dr. Hülsemann, PD Dr. Jendro
Algorithmen zur Diagnostik und Therapie der HCV-assoziierten Arthritis nach Rosner et al, Semin Arthritis Rheum 33: 375-387, 2004
Hintergrund:
Die HCV-assozierte Arthritis ist klinisch von der chronischen Polyarthritis schwierig zu differenzieren. Hauptunterscheidungskriterien sind für die HCV-Arthritis die oftmals fehlende Erosivität, fehlende Rheumaknoten und der fehlende Nachweis von Anti-Citrullin Antikörpern trotz positivem Rheumafaktor. Aufgrund dieser Merkmale wurde der folgende Algorithmus erarbeitet, der allerdings noch nicht validiert wurde.
Bei der HCV-assozierten Arthritis sind möglicherweise antivirale und antiinflammatorische Therapien wirksam. Einen Vorschlag zum Einsatz dieser Therapien bei der HCV-assoziierten Arthritis gibt Ihnen der folgende Algorithmus.