Differentialdiagnostik thorakaler Befunde bei rheumatischen Erkrankungen
Einleitung
Differentialdiagnostik thorakaler Befunde
bei rheumatischen Erkrankungen
Priv.-Doz. Dr. med. M. Cohnen
Einleitung
Körpereigenes Gewebe wird durch Autoimmunreaktionen angegriffen und geschädigt. Die Manifestation kann gleichzeitig an mehreren Organen erfolgen. Insbesondere die Kollagenosen werden in verschiedenen Bereichen des Körpers durch eine Veränderung des Bindegewebes deutlich. Eine Lungenbeteiligung wird häufig im Sinne einer Lungengerüsterkrankung offensichtlich.
Da das Endbild einer Lungenfibrose ungeachtet der zugrundeliegenden Erkrankung aufgrund des uniformen Reaktionsmusters des Lungengerüstes immer gleich ist, kann zur Differenzierung in eingeschränktem Maße nur die Fibroselokalisation herangezogen werden. Häufig ist eine Artdiagnose oder Krankheitszuordnung allein aufgrund des Röntgen- oder CT-Befundes jedoch nicht möglich, so daß der Schwerpunkt der Diagnostik in der Beurteilung von Therapiebemühungen sowie in der Erfassung von Komplikationen liegt. Als Ausdruck einer akuten entzündlichen Komponente treten Ergußbildungen (Pleura- oder Perikarderguß) auf.
Lungenveränderungen können sowohl mit der Übersichtsaufnahme als auch mit einer Computertomographie erfaßt werden.