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Arbeitsgemeinschaft Regionaler Kooperativer Rheumazentren in der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie |
Therapie mit Sulfasalazin
Eine Information für den behandelnden Arzt
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Name:___________________________________
Geb.-Dat.:_______________________________ |
Indikation:
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Für diesen Patienten wird folgendes Medikament empfohlen:
Sulfasalazin
Dosierung
Einschleichend nach folgendem Schema - die Behandlung erfolgt als kontinuierliche Langzeittherapie.
1. Woche: 0 - 0 - 1 Tabl./die
2. Woche: 1 - 0 - 1 Tabl./die
3. Woche: 1 - 0 - 2 Tabl./die
4. Woche: 2 - 0 - 2 Tabl./die
Eine schnellere Aufsättigung ist in bestimmten Fällen möglich.
Dosisreduktion bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion: 2 - max. 3 Tab./die
Wirkungseintritt: Ein Wirkungseintritt ist nach 4 - 12 Wochen zu erwarten. Bei nicht ausreichender Wirkung ist nach 3 Monaten eine Erhöhung auf 2 - 2 - 2 Tabl./die möglich. Bei Wirkungslosigkeit auch nach Dosissteigerung sollte das Medikament nach 6 Monaten abgesetzt werden.
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Überwachungsprogramm während der Therapie
In den ersten drei Monaten alle 14 Tage, vom 4. bis 6. Monat alle 4 Wochen, danach alle 3 Monate. |
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Befragung und klinische Untersuchung: |
Exanthem, gastrointestinale / zentralnervöse Symptome, Fieber |
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Laborbestimmungen: |
Blutbild einschl. Thrombozyten und Diff.-Blutbild alk. Phosphatase, GPT, Kreatinin, Urinstatus |
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Die Überwachung einer immunmodulierenden Behandlung mit Sulfasalazin unterliegt nicht der Laborkostenpauschale, wenn in der Abrechnung zusätzlich die Ziffer 3499 angegeben ist. |
Indikation zur Unterbrechung einer Therapie mit Sulfasalazin: Kontaktaufnahme mit Tel.
Dermatologie Exanthem, Stomatitis
Gastroenterologie stärkere gastrointestinale Beschwerden Hepatitis Cholestase (CAVE: ein Anstieg der Cholestase-anz. Enzyme ist fast immer durch NSAR (z. B. Diclofenac) bedingt.)
Hämatologie Leukopenie < 3000/µl Granulopenie < 2000/µl Thrombopenie < 100 000/µl aplast. Anämie (Abgrenzung zu Entzündungs- und Blutungsanämie !)
Nephrologie anhaltende Proteinurie > 0,3 g/l, Kreatininanstieg, Hämaturie
Sonstiges pulmonale Infiltrate, stärkere neurologische Beschwerden oder allergische Symptome, Schwangerschaft, Kinderwunsch
Unerwünschte Wirkungen (Die Aufstellung enthält die wichtigsten Nebenwirkungen, kann aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.)
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Häufig |
Selten |
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Dermatologie |
Exanthem |
Erythema exsudativum multiforme |
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Pruritus |
Stevens-Johnson Syndrom |
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Lyell-Syndrom |
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Photosensibilität |
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Gastroenterologie |
Nausea |
Cholestase |
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abdominelle Schmerzen |
Hepatitis |
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Appetitlosigkeit |
Pankreatitis |
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Diarrhoen |
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Hämatologie |
Hyperchromasie |
Thrombopenie |
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Leukopenie (Agranulozytose) |
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hyperchrome/hämolytische Anämie |
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Met-/Sulfhämoglobinämie |
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Pulmologie |
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fibrosierende Alveolitis, eosinophiles Infiltrat |
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Nephro-/Urologie |
Oligospermie |
Proteinurie, nephrotisches Syndrom |
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reversible Fertilitätsstörung |
interstitielle Nephritis |
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beim Mann |
Hämaturie/Kristallurie |
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Neurologie |
Kopfschmerzen |
Polyneuropathie |
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Schwächegefühl |
Schlafstörungen |
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Müdigkeit |
Tinnitus |
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Schwindel, Depressionen, Psychosen |
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Sonstiges |
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Arthralgien |
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Serumkrankheit |
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Quincke-Ödem |
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Fieber |
Anmerkungen: Insgesamt ist die Inzidenz der schweren Nebenwirkungen gering. - Die Spermatogenese normalisiert sich in der Regel nach Absetzen innerhalb von 3 Monaten. Eine Beeinflussung der Potenz oder eine teratogene Schädigung sind nicht bekannt
Kontraindikationen: Überempfindlichkeit gegen Sulfonamide oder Salizylate, höhergradige Nieren- oder Leberfunktionsstörungen, Ileus, Knochenmarksdepression, manifester Mangel an Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase, akut intermittierende Porphyrie, Erythema exsudativum multiforme. Eine sorgfältige Risikoabwägung bei Schwangerschaft besonders im ersten Trimenon ist erforderlich.
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten: Sulfasalazin vermindert die Folsäureabsorption. Eisenpräparate und Sulfasalazin bilden Chelate und behindern wechselseitig die Resorption. Antibiotika und Anionenaustauscher verringern die Resorption von Sulfasalazin. Eine Wirkungsverstärkung von Cumarinderivaten, Sulfonylharnstoffen, Phenytoin und Methotrexat und eine Wirkungsabschwächung von Herzglykosiden ist für die Gruppe der Sulfonamide insgesamt beschrieben.
Bei Fragen rufen Sie uns bitte an:
Verfasser: Projektgruppe Diagnose- und Therapierichtlinien der Arbeitsgemeinschaft kooperativer regionaler Rheumazentren in der DGRh (Stand August 2002)
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