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Arbeitsgemeinschaft Regionaler Kooperativer Rheumazentren in der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie

Orale Goldsalztherapie

Eine Information für den behandelnden Arzt

Name:___________________________________

Geb.-Dat.:_______________________________

Indikation:

________________________

Für diesen Patienten wird folgendes Medikament empfohlen:

Auranofin (Goldgehalt 29%) _________________________________

Dosierung

Die Behandlung erfolgt als kontinuierliche Langzeittherapie.

Auranofin  2 x 1 Tbl./die

Bei Frauen sollte während der Goldbehandlung eine Kontrazeption erfolgen.

Wirkungseintritt: Nach frühestens 3 Monaten. Wenn nach 6 Monaten keine Besserung eingetreten ist, sollte die Behandlung nicht fortgesetzt werden.

Überwachungsprogramm während der Therapie

In den ersten drei Monaten alle 14 Tage, danach alle 4 Wochen.

Befragung und
klinische Untersuchung:

Exanthem, Stomatitis, Diarrhoe,
Luftnot, Husten, Blutungen

Laborbestimmungen:

Blutbild einschl. Thrombozyten und Differentialblutbild
Gamma-GT, alk. Phosphatase, GPT, Kreatinin, Urinstatus

Die Überwachung einer immunmodulierenden Behandlung mit Auranofin  unterliegt nicht der Laborkostenpauschale, wenn in der Abrechnung zusätzlich die Ziffer 3499 angegeben ist.

 


Indikation zur Unterbrechung einer Therapie mit Auranofin :
Kontaktaufnahme mit Tel.

 

Dermatologie                           Exanthem, Stomatitis

Gastroenterologie                   Transaminasenanstieg um das 3-fache,
schwere Diarrhoen, Enterocolitis

Hämatologie                            Leukopenie                    < 3000/µl
                                              Granulopenie                 < 2000/µl
                                              persistierende Eosinophilie > 12 %
                                              Thrombopenie          < 100 000/µl
Anämie (Abgrenzung zu
Entzündungs- und Blutungsanämie !)

Nephrologie                            Kreatininanstieg, Zylindurie,
Hämaturie,
anhaltende Proteinurie         > 0,3 g/l

Sonstiges                                 schwerer Infekt,
Schwangerschaft bzw. Kinderwunsch

 

Unerwünschte Wirkungen
(Die Aufstellung enthält die wichtigsten Nebenwirkungen, kann aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.)

 

Häufig

Selten

Dermatologie

Dermatitis

Alopezie

 

Stomatitis

 

 

Pruritus

 

 

 

 

Gastroenterologie

Diarrhoe

Enterocolitis

 

Nausea

Cholestase

 

 

Path. Leberwerte

 

 

 

Hämatologie

 

Thrombopenie

 

 

Granulopenie

 

 

Eosinophilie

 

 

Anämie

 

 

 

Nephrologie

 

Proteinurie

 

 

 

Ophthalmologie

 

Konjunktivitis

 

 

 

Pulmonologie

 

Bronchiolitis

 

 

Lungenfibrose

 

Kontraindikationen: Knochenmark-Depression jeglicher Genese, Schwangerschaft und Laktation, Polyarthritiden bei Kollagenosen (z.B. Sklerodermie, systemischer Lupus erythematodes, Vaskulitiden), schwere Leber- und Niereninsuffizienz, schwere Allgemeinerkrankungen, Colitis ulcerosa, Schwermetallallergie, bekannte Goldallergie.

 

Bei Fragen rufen Sie uns bitte an:


Verfasser: Projektgruppe Diagnose- und Therapierichtlinien der Arbeitsgemeinschaft kooperativer regionaler Rheumazentren in der DGRh
(Stand August 2002)         


Datum: 17.09.2002


 
 
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