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Arbeitsgemeinschaft Regionaler Kooperativer Rheumazentren in der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie |
Therapie mit Cyclophosphamid
Eine Information für den behandelnden Arzt
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Name:___________________________________
Geb.-Dat.:_______________________________ |
Indikation:
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Für diesen Patienten wird folgendes Medikament empfohlen:
Cyclophosphamid_______________________________________
Dosierung
[ ] CYC-Dauertherapie ("FAUCI-Schema"): Dosis: 2mg/kg/d (Standard-"FAUCI-Schema"). Bei foudroyanten Kranheitsverläufen kann die Dosis für einige Tage bis wenige Wochen auf 3-4mg/kg/d (intensiviertes "FAUCI-Schema") gesteigert werden mit dauerhafter Leukozytensuppression um 4.000 /µl (CYC-Dosis nach Leukozyten, große Dosissprünge meiden).
[ ] CYC-Bolustherapie ("AUSTIN-Schema"): Dosis: 15-20 mg/kg als Infusion mit reichlich parenteraler Flüssigkeitszufuhr und parenteral Uromitexan (Mesna) nach 0, 4. und 8. Stunde. Der Abstand zwischen 2 Boli beträgt i.a. 3 Wochen. Nach jedem Bolus ist zwischen dem 8. und 12. Tag mit einem Leukozytenabfall zu rechnen (Nadir), der unbedingt dokumentiert werden muß. Hiervon hängt die Dosis des nächstfolgenden Bolus ab.
Anmerkungen: Eine erhöhte CYC-Empfindlichkeit besteht bei eingeschränkter Nierenfunktion und im höheren Lebensalter. Zur Therapiekontrolle müssen fortlaufend die tägliche CYC-Dosis und das Blutbild dokumentiert werden (z.B. Therapiepass). Auf eine ausreichende Trinkmenge (mindestens 2 - 3 l/Tag !) und tägliche Cystitis-Prophylaxe mit Uromitexan® (Mesna) ist bei der Dauer- und Bolustherapie zu achten: Mesna-Dosis: 60% der CYC-Dosis als bioverfügbares Mesna (orale Resorption = 50 %!). Dies entspricht bei der CYC-Dauertherapie einer dosisgleichen (mg) Mesna-Prophylaxe (1/2 morgens, 1/2 abends). Bei der CYC-Bolustherapie sollte die Mesna-Dosis auf 3 Tagesdosen - Stunde 0, 4 und 8 - verteilt werden. (Cave: seltene, schwere Mesnaallergie bei Autoimmunkrankheiten).
Kontrazeption: Während und über die CYC-Therapie hinaus ist eine zuverlässige Kontrazeption notwendig.
Wirkungseintritt: Bei der CYC-Dauertherapie nach ca. 2-4 Wochen, bei der CYC-Bolustherapie ab 2.-3. Bolus.
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Überwachungsprogramm während der Therapie |
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CYC-Dauertherapie: ___ x/Woche BB (Therapiepaß) ___ x/Woche Urinstatus/-sediment
CYC-Bolustherapie: BB am 8., 10. und 12. Tag nach der Bolusgabe |
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Befragung und klinische Untersuchung: |
Infektzeichen (cave: Krankheitsaktivität), cystitische Beschwerden |
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Die Überwachung einer immunmodulierenden Behandlung mit Cyclophosphamid unterliegt nicht der Laborkostenpauschale, wenn in der Abrechnung zusätzlich die Ziffer 3499 angegeben ist. |
Indikation zur Unterbrechung einer Therapie mit Cyclophosphamid: Kontaktaufnahme mit Tel.
Hämatologie Leukopenie < 3000/µl Granulopenie < 2000/µl Thrombopenie < 100 000/µl aplast. Anämie (Abgrenzung zu Entzündungs- und Blutungsanämie !)
Urologie nicht-glomeruläre Hämaturie Cystitis
Sonstiges Infektion
Unerwünschte Wirkungen (Die Aufstellung enthält die wichtigsten Nebenwirkungen, kann aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.)
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Häufig |
Selten |
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Dermatologie |
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Haarausfall |
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Gastroenterologie |
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Übelkeit |
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Leberwerterhöhung |
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Hämatologie |
Leukopenie |
Thrombopenie |
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MCV-Anstieg |
myelodysplastisches Syndrom |
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Pulmologie |
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Lungenfibrose |
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Urologie |
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hämorrhagische Cystitis |
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Blasen-Karzinom |
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Sonstiges |
Infekte |
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(cave: begleitend Prednisolon!) |
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dauerhafte Infertilität |
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Teratogenität |
Karzinogenität |
Kontraindikationen: Schwere Knochenmarkdepression, akute Infektionen, Schwangerschaft und Stillzeit
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten: CYC kann in seltenen Fällen die Wirkung von Insulin und oralen Antidiabetika verstärken. Die gleichzeitige Gabe von CYC und Allopurinol kann die Knochenmarkdepression verstärken.
Sonstiges: Bei der oralen CYC-Dauertherapie sollte die gesamte Dosis morgens eingenommen werden. Die Einleitung einer CYC-Therapie sollte möglichst nur stationär erfolgen, verbunden mit einer entsprechenden Patientenschulung.
Bei Fragen rufen Sie uns bitte an:
Verfasser: Projektgruppe Diagnose- und Therapierichtlinien der Arbeitsgemeinschaft kooperativer regionaler Rheumazentren in der DGRh (Stand August 2002)
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