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Therapieüberwachungsbögen - Cyclosporin -<BR>Hg. AG Regionale Kooperative Rheumazentren in der DGRh

Cyclosporin    Gelatinekapseln / Trinklösung

Dosierung

Die Behandlung erfolgt als kontinuierliche Langzeittherapie.
 

2 x _______ mg/die
Dosisanpassungen

können unter Therapie erforderlich werden. Bei Kreatininanstieg um >30% des Ausgangswertes ist eine Dosisreduktion um 25%, bei arterieller Hypertonie eine Dosisreduktion oder ein Therapieversuch mit Ca-Antagonisten möglich.

Kontrazeption: Ciclosporin wirkt nicht teratogen, über die Sicherheit der Anwendung bei Schwangeren liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor.

Wirkungseintritt

Nach ca. 4 - 8 Wochen ist mit einem Eintritt der Wirkung zu rechnen. Wenn nach 6 Monaten keine Wirkung eingetreten ist und für 3 Monaten mit der maximalen Dosis behandelt wurde, sollte die weitere Behandlung beendet werden.
 

Überwachungsprogramm während der Therapie

In den ersten zwei Monaten alle 1 bis 2 Wochen, danach alle 4 Wochen.
Befragung und
klinische Untersuchung:
Hypertrichose, Gingivahyperplasie, Blutdruckkontrolle, Tremor, Paraesthesien, gastrointestinale Beschwerden
Laborbestimmungen: Blutbild einschl. Thrombozyten alk. Phosphatase, GPT, Kreatinin, Kalium, Urinstatus
Die Überwachung einer immunmodulierenden Behandlung mit Cyclosporin unterliegt nicht der Laborkostenpauschale, wenn in der Abrechnung zusätzlich die Ziffer 3499 angegeben ist.

Indikation zur Unterbrechung einer Therapie mit Cyclosporin:

Dermatologie Ausgeprägte Hypertrichose oder Gingivahyperplasie
Gastroenterologie Leberfunktionsstörung
Nephrologie diast. RR > 95 mmHg
  Kreatininanstieg > 130 % des Wertes vor Therapie
Neurologie Tremor, Parästhesien

Unerwünschte Wirkungen

(Die Aufstellung enthält die wichtigsten Nebenwirkungen, kann aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.)
 
  Häufig Selten
Dermatologie Hypertrichose allergisches Exanthem
  Gingivahyperplasie  
Gastroenterologie Nausea Pankreatitis
  Inappetenz  
  Erbrechen  
  Durchfall  
  Leberfunktionsstörung  
Hämatologie   Anämie, Thrombopenie
Nephrologie Niereninsuffizienz Hyperkaliämie, Hypomagnesiämie
  RR-Anstieg  
Neurologie Tremor Kopfschmerzen
  Müdigkeit Konvulsionen
  Parästhesien  
Sonstiges   reversible Dys-/Amenorrhoe
    Myopathie
    Ödeme, Gewichtszunahme 
    Hyperlipidämie, Hyperurikämie
    Infekt-, Lymphom- und Malignomrisiko

Kontraindikationen

Allergie gegen Cyclosporin, floride Infekte, Malignome (auch anamnestisch), unkontrollierte arterielle Hypertonie, Leber- und Nierenfunktionsstörung

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Vorsicht bei Kombination mit anderen Immunsuppressiva oder nephrotoxischen Substanzen (Aminoglykoside, Amphotericin B, Ciprofloxazin, Melphalan, Trimethoprim, NSAR).
Erhöhung des Blutspiegels durch Ketoconazol, Makrolid-Antibiotika, Doxycyclin, orale Kontrazeptiva, Propafenon, Ca-Antagonisten.
Erniedrigung des Blutspiegels durch Barbiturate, Carbamazepin, Phenytoin, Metimazol, Rifampizin, Nafcillin, i.v. Sulfadimidin und Trimethoprim.
Sonstiges: Eine aktive Immunisierung sollte während der Therapie mit Cyclosporin nicht durchgeführt werden.


Datum: 03.05.2002


 
 
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